Moritz Bürger und Moritz Vogel reisten auf höchst unterschiedliche Weise nach Belgien (Edegem). Der Jüngere der Beiden reiste mit VBV-Trainer Manfred Ernst mit dem Auto an, der Ältere nahm den Flieger, gemeinsam mit den U15-SpielerInnen nach einem Trainingslehrgang in Wien, nach Belgien.
Über die Qualität des Turniers gibt es nur eines zu sagen: Hier gibt sich in allen Altersklassen die europäische Elite die Klinke in die Hand!
Im U13-Einzel-Bewerb wurden 50 Spieler in 16 Gruppen aufgeteilt, der Gruppensieger durfte ins 32er-Hauptfeld.
Im U15-Turnier spielten 93 Spieler in einem 128er-Raster im K.O.-Verfahren (Verlierer scheidet aus).
Leichte Gegner?
Die sucht man vergebens - alle Nationen entsenden hier ihre besten Spieler: Frankreich, Belgien, Dänemark, England, Finnland, Schweiz nur um einige zu nennen...
Und da haben wir eine Chance?
Für einen Moritz können wir das ganz sicherlich mit einem ganz klaren "JA" beantworten!
Für den anderen fällt das JA (noch) ein wenig kleiner aus ;-)
Aber eines vorweg: Beide sind nicht leicht zu schlagen - egal von wem und von welchem Land!
U13 - Moritz Bürger im HALBFINALE!
Im Einzelbewerb hatte Moritz in der Gruppenphase keine Probleme und durfte als Gruppensieger ins Hauptfeld der letzten 32 Spieler.
In Runde 1 hatte er den Franzosen Charles Niven gut im Griff, gewann sicher mit 21-18 und 21-8.
Im Achtelfinale spielte er dann gegen den Deutschen Jason Göker wo er nur am Anfang Mühe hatte und das Spiel mit 21-18, 21-12 für sich entschied. Richtig eng wurde es im Viertelfinale gegen einen weiteren Franzosen, Tom Foulon. Im ersten Satz Moritz ganze 4! Satzbälle ab und gewann schlussendlich in drei Sätzen: 25-23, 19-21 und 21-17
Im Halbfinale war Moritz laut eigener Aussage sehr nervös. Das ist aber auch kein Wunder bei so einem Turnier. Halbfinale und Finale wurden auf Matten mit Schiedsrichtern gespielt, die wie bei den Profis ihrem Handwerk nachgingen. Gelbe Karten inklusive ;-)
Aber zurück zum Spiel: Moritz spielte gegen Esteyban Sainthuile - wiederum aus Frankreich! Den ersten Satz konnte er noch knapp mit 21:19 gewinnen, danach ging leider nichts mehr und er musste sich mit 15-21 und 9-21 geschlagen geben.
Mit diesem Halbinfaleinzug hat Moritz sein eigenes Ziel vom Viertelfinale übertroffen und darf ganz zurecht mehr als stolz auf seine Leistung sein!

Im Doppel spielte Moritz zwar mit dem späteren Einzelfinalisten Dotan Saraga, allerdings setzt dieser auch komplett auf Einzel und kann deshalb kein Doppelystem spielen. Nach einer Freirunde konnten sie noch eine Runde gewinnen, die Franzosen Busoni/Nabais waren dann aber Endstation (19-21, 21-16 und 19-21).
Auch im Mixed lief es nicht nach Wunsch: Moritz gewohnte Doppelpartnerin Lisa Moosbrugger war krankheitsbedingt leider nicht dabei und so bekam er eine ihm unbekannte Spielerin Shriya Sriram uns der Schweiz zugelost. Eingespielte Paarungen haben auf diesem Niveau natürlich enorme Vorteile und so verloren die Beiden bereits ihr erstes Spiel relativ klar.
U15 - Moritz Vogel
Moritz spielt sein erstes Jahr U15 und bei Turnieren dieser Qualität und Größe geht die Post ordentlich ab. Die Gegner sind teilweise körperlich bereits stark entwickelt und die Ballwechsel sind deutlich intensiver.
Im Einzelbewerb hatte Moritz in der 1. Runde ein Freilos. In der 2. Runde spielte er dann gegen den Bulgaren Georgi Rupcov. Nach sehr starker Leistung konnte er sich in einem engen und fordernden Spiel knapp mit 21-19 und 22-20 behaupten. Mit diesem Sieg durfte er sich bereits glücklich schätzen. Allen anderen österreichischen U15-Kaderspielern war dies nicht vergönnt.
In der 3. Runde spielte er gegen den Franzosen Tristan Petriat. Auch dieses Spiel war auf höchstem Niveau und es ging wiederum sehr eng zur Sache. Den ersten Satz musste Moritz mit 19-21 dem Gegner überlassen, den zweiten konnte er aber mit 24-22 gewinnen und sich so in den 3. Satz retten. Leider musste Moritz der ungewohnten Intensität Tribut zollen und fiel sowohl körperlich als auch von der Konzentration her in ein Loch. Der Franzose machte mit 21-12 kurzen Prozess.

Im Doppel spielte Moritz zum 1. Mal mit dem starken Österreicher Martin Zhang. In der ersten Runde hatten sie ein Freilos, in der zweiten Runde konnten sie klar gegen die Belgische Paarung Li/Van Belle gewinnen. Anschließend verloren sie aber genauso klar gegen die Franzosen Mimale-Portail/Carmaran.
Sowohl im Einzel als auch im Doppel mit Martin Zhang darf sich Moritz aber für nächstes Jahr bestimmt Chancen auf eine Halbfinalteilnahme ausrechnen!


