Auf unsere beiden Kaderathleten Moritz Vogel und Konrad Bechter wartete in Mödling ein sehr, sehr starkes Teilnehmerfeld in der U17-Klasse. Die Ende November in Lanzarotte stattfindenden Europameisterschaften lockten zahlreiche punktegierige Spitzenspieler nach Wien.

Moritz

Im Doppel spielte Moritz mit Martin Zhang. Leider kam die Paarung in dieser Saison noch nicht richtig in Schwung. Einer der Beiden war nicht in Höchstform. Und die benötigt es nun einmal, wenn man auf diesem Niveau etwas bewirken möchte. Bei diesem Turnier schwächelte Martin, wirkte verunsichert und macht zu viele unnötige Fehler.
Gegen Cada und Puffr aus Tschechien setzte es gleich in der 1. Runde eine 1:2 Niederlage. Nach klar und suverän gewonnenem ersten Satz, verloren die beiden die Folgesätze in gleicher, nur umgekehrter Reihenfolge.
Im Einzel lief es besser. Zwar hatte Momo mit dem Finnen Axel Gras eine sehr schwere Auslosung, konnte diesen aber dank einer sehr starken, konzentrierten Leistung mit 21:17 und 21:16 überraschend klar schlagen.
In Runde zwei erwartete Moritz mit dem Serben Stevanovic eine vermeintlich leichtere Aufgabe. Moritz wirkte abermals sehr fokusiert und performte stark. So konnte er mit 21:6 und 21:11 souverän in die nächste Runde einziehen.
In der Runde der letzen 16 wartete dann mit Mitev ein körperlich deutlich grösserer und bereits erwachsen wirkender Bulgare. Nach starkem Start im ersten Satz (7:0 für Moritz) erwachte der Gegner und zeigte mit gnadenlosen Smashes seine Stärke. Moritz wirkte beeindruckt davon, schaute immer verunsicherter nach jedem Ballwechsel zu Trainer Daniel Grassmück. Der Bulgare holte auf und gewann den Satz doch noch zu 16. Im zweiten Satz erfing sich Moritz aber wieder und konnte das Spiel offen gestalten. Erst gegen Ende zog der Bulgare davon und gewann zu 15.
Fazit: Moritz ist als jahrgangsjüngerer U17-Spieler bereits in der Lage mit den besten mitzuspielen und diese auch zu schlagen. Abgesehen von Europas Nr. 1 und 2 aus Frankreich sind alle in Reichweite. Moritz entwickelt sich sehr positiv und wird in der Südstadt im Bundesleistungszentrum zu einem kompletten Spieler heranreifen, welcher möglicherweise bereits bei der EM im November überraschen könnte.
Konrad

Konrad spielte im Mixed mit Partnerin Mathilda Simma und im Einzel.
Im Mixed verkauften sich die beiden leider etwas unter Wert und verloren in der ersten Runde gegen die Schweizer Paarung Nguyen/Venkathassubaia mit 22:24 und 20:22. In beiden Sätzen waren sie klar vorne, konnten den Sack aber nicht zumachen. Lehrgeld, das wird Ihnen so nicht mehr passieren.
Im Einzel hat Konrad einen schweren Stand. Körperlich kann er zwar gut mithalten, aber spielerisch machen sich noch ein paar Defizite bemerkbar. Die Betonung liegt aber auf "noch", Konrad macht grosse und auch schnelle Fortschritte.
Das 16:21 und 8:21 konnte er aber leider nicht abwehren, der Belgier Iacob war zu stark.
Fazit: Konrad kann als jahrgangsjüngerer Spieler gut mithalten, benötigt aber noch ein wenig Zeit um solche Kaliber wie Iacob im Einzel zu schlagen.
Im Mixed hingegen ist er mit Mathilda schon viel näher dran. Hier gilt es abgebrühter zu werden und daran zu glauben.


